10 Techniken und Beispiele für die Aversionstherapie
Die Abneigungstherapie verwendet verschiedene Strategien oder Methoden, um negative Assoziationen oder Gefühle gegenüber bestimmten Verhaltensweisen, Gewohnheiten oder Reizen zu erzeugen, mit dem Ziel, deren Auftreten zu reduzieren oder zu verhindern. Im Folgenden finden Sie Beispiele für eine Abneigungstherapie:
1. Chemische Abneigung
Bei der chemischen Abneigung werden medikamentöse Ansätze verwendet, um negative Assoziationen mit unerwünschten Verhaltensweisen herzustellen. Beispielsweise kann Disulfiram bei der Behandlung von Alkoholkonsumstörungen verschrieben werden. Dieses Medikament verursacht in Kombination mit Alkohol unangenehme körperliche Reaktionen, wodurch möglicherweise das Verlangen nach Trinken verringert wird.
2. Elektrischer Schlag
Obwohl die Therapie mit elektrischer Abneigung heute umstritten und weniger verbreitet ist, wurde sie in der Vergangenheit eingesetzt. Dieses Beispiel für eine Abneigung beinhaltet die Verabreichung leichter Elektroschocks in Verbindung mit dem gezielten Verhalten. Es wurde beispielsweise bei Versuchen angewendet, die sexuelle Orientierung einer Person zu ändern. Diese Praxis wird heute jedoch von Fachleuten und Organisationen für psychische Gesundheit allgemein als unethisch und ineffektiv angesehen.
3. Geschmacksabneigung und ekelauslösende Techniken
Techniken zur Geschmacksabneigung stellen einen negativen Zusammenhang mit bestimmten Lebensmitteln, Substanzen oder zwanghaften Verhaltensweisen her. Beispielsweise kann das Auftragen von Bitterstoffen auf die Fingernägel das Nägelkauen verhindern. In ähnlicher Weise können üble Gerüche oder unangenehmer Geschmack verwendet werden, um vom Rauchen oder ungesunden Snacks abzuhalten.
4. Imaginale Aversionstherapie
Bei dieser Technik werden Visualisierung und negative Bilder verwendet, um aversive Assoziationen zu erzeugen. Ein Psychiater leitet die Patienten an, sich unangenehme Folgen des unerwünschten Verhaltens vorzustellen. Beispielsweise kann die Visualisierung grafischer Bilder von Munderkrankungen verwendet werden, um das Rauchen abzuschrecken
5. Soziale Folgen
Diese Technik nutzt soziale Missbilligung, Verlegenheit oder negatives Feedback von anderen, um aversive Assoziationen mit Verhaltensweisen oder Gewohnheiten herzustellen. Beispielsweise könnten sich die Teilnehmer in einer strukturierten Gruppentherapie zur Genesung von Suchtkranken einvernehmlich darauf einigen, bei verfehlten Zielen Feedback von Gleichaltrigen zu geben.
6. Kognitives Reframing
Kognitive Techniken verändern die Wahrnehmung von Verhaltensweisen oder Gewohnheiten von positiv zu negativ. Wenn beispielsweise Rauchen mit Bildern von Lungenkrebs oder verrottenden Zähnen in Verbindung gebracht wird, verändert dies die wahrgenommenen Vorteile des Rauchens und hilft bei der Raucherentwöhnung.
7. Bestrafung
Verhaltensweisen oder Gewohnheiten können durch die Verhängung negativer Konsequenzen wie dem Verlust von Privilegien oder Bußgeldern entmutigt werden. Beispielsweise können Geldstrafen verhängt werden, um abzuschrecken, Sport zu treiben oder ungesunde Lebensmittel zu sich zu nehmen.
8. Auszeit
Diese Technik nutzt die Isolierung oder Trennung von einer wünschenswerten Umgebung oder Aktivität aufgrund von Verhalten oder Gewohnheit. Zum Beispiel, wenn Sie sich aufgrund von Prokrastination oder übermäßiger Bildschirmzeit eine Auszeit von der Nutzung sozialer Medien gönnen.
9. Schlechte Gerüche
Diese Abneigungstechnik verwendet unangenehme oder üble Gerüche, um negative Assoziationen mit bestimmten Verhaltensweisen oder Gewohnheiten herzustellen. Beispielsweise können schlecht riechende Sprays das Nägelkauen oder das Naschen von ungesunden Lebensmitteln verhindern, indem sie aversive Reaktionen hervorrufen.
10. Methoden, die Übelkeit auslösen
Der Einsatz von Techniken, die Übelkeit oder Unwohlsein hervorrufen, um eine aversive Assoziation mit einem bestimmten Verhalten oder einer bestimmten Gewohnheit herzustellen. Zum Beispiel die Einnahme von Medikamenten gegen Reisekrankheit oder Brechmittel, um Essattacken oder übermäßigem Alkoholkonsum entgegenzuwirken.
Aversive Therapietechniken können zwar unerwünschte Verhaltensweisen oder Gewohnheiten wirksam reduzieren oder beseitigen, aber es ist wichtig, sie ethisch und vorsichtig anzuwenden. Techniken, die Unbehagen, Schmerzen oder unangenehme Erfahrungen hervorrufen, können potenzielle Nebenwirkungen oder unbeabsichtigte Folgen wie Angst, Trauma oder körperliche Schäden haben.
Es ist auch wichtig zu beachten, dass Die Abneigungstherapie ist nicht für alle psychischen Erkrankungen geeignet und sollte mit Vorsicht angewendet werden. Zum Beispiel wird sein Einsatz bei Versuchen, die sexuelle Orientierung zu ändern (Konversionstherapie) von Fachleuten und Organisationen wie der American Psychiatric Association (Council on Minority Mental Health and Health Disparities, 2024) als unwirksam und potenziell schädlich angesehen.