Was ist Pornosucht?
Sie sind wahrscheinlich auf Patienten gestoßen, die Schwierigkeiten haben, Pornografie anzusehen. Es ist häufiger als vielen bewusst ist. Bis zu 42% der Frauen und 80% der Männer in den Vereinigten Staaten haben Pornografie gesehen. Tatsächlich sucht etwa jeder dritte Amerikaner aktiv nach Pornos, und ungefähr 11% der US-Bevölkerung schauen sie sich täglich an (Robb-Dover, 2024). Bei einem so hohen Engagement ist es keine Überraschung, dass manche Menschen das Gefühl haben, dass ihr Pornokonsum außer Kontrolle gerät oder sich negativ auf ihr Leben auswirkt.
Dies bringt uns zum Konzept der Pornosucht. Während viele Menschen glauben, pornografiesüchtig zu sein, ist der Begriff selbst umstritten. Forscher und Fachkräfte für psychische Gesundheit sind sich nicht einig, ob eine „Pornosucht“ besteht. Im Gegensatz zum Drogenkonsum gibt es dafür keine offizielle Diagnose (Duffy et al., 2016). Stattdessen verwenden Experten häufig Begriffe wie zwanghaftes Sexualverhalten oder problematischen Konsum von Pornografie, um Muster übermäßigen Konsums zu beschreiben, die zu Stress führen.
Ein weiteres neues Konzept ist die selbstwahrgenommene Pornografiesucht (SPPA). Es ist der Fall, wenn Menschen glauben, pornosüchtig zu sein, und dass die Wahrnehmung der Sucht selbst und nicht die tatsächliche Menge des konsumierten Pornos die Ursache für Stress ist. Trotzdem wächst die Besorgnis über die möglichen negativen Auswirkungen eines übermäßigen Pornokonsums, einschließlich Beziehungsproblemen, Selbstwertproblemen und emotionaler Belastung.






