Wie wird es durchgeführt?
Der Steinman-Test wird durchgeführt, um die Kniestabilität und mögliche Verletzungen zu beurteilen. Dabei wird eine externe Rotationskraft auf das Kniegelenk ausgeübt und gleichzeitig die Reaktion des Patienten auf Anzeichen einer Meniskus- oder Bandpathologie beobachtet. Hier sind die detaillierten Schritte zur Durchführung dieser Bewertung:
Schritt 1: Positionierung des Patienten
Der Patient sitzt entweder auf der Kante des Untersuchungstisches, wobei das Knie um 90 Grad gebeugt nach oben hängt, oder auf dem Rücken liegend, wobei das Knie im gleichen Winkel gehalten wird. Die richtige Positionierung gewährleistet einen optimalen Zugang zum Kniegelenk für Tests.
Schritt 2: Steinman Teil 1
In dieser Phase dreht der Prüfer das Schienbein des Patienten seitlich und dann medial, während er die Reaktion des Patienten beobachtet. Der Test gilt als positiv, wenn der Patient bei der medialen Rotation seitliche Schmerzen verspürt und umgekehrt. Dieser Schritt wird bei verschiedenen Kniebeugegraden wiederholt, um verschiedene Gelenkwinkel zu beurteilen.
Schritt 3: Steinman Teil 2 oder Steinman Zartheitsverdrängungstest
Die Empfindlichkeit der Gelenklinie wird durch das Abtasten der Kniegelenklinie ausgelöst. Anschließend tastet der Prüfer die Gelenklinie mit Beugung und Streckung des Knies ab. Ein positives Ergebnis wird festgestellt, wenn sich die Empfindlichkeit bei Kniebeugung nach hinten und bei Kniestreckung nach vorne bewegt.
Ähnlich wie in Teil 1 wird dieser Schritt mit unterschiedlichen Flexions- und Streckungsgraden durchgeführt, um verschiedene Gelenkpositionen zu bewerten.
Schritt 4: Interpretation der Ergebnisse
So interpretieren Sie die Ergebnisse für jeden Teil des Steinman-Tests:
Steinman Teil 1:
- Positives Ergebnis: Lateraler Schmerz bei medialer Rotation oder medialer Schmerz bei lateraler Rotation.
- Implikation: Hinweis auf eine mögliche Meniskusverletzung oder Bandschlaffheit.
Steinman Teil 2:
- Positives Ergebnis: Die Druckempfindlichkeit bewegt sich bei Kniebeugung nach hinten und bei Kniestreckung nach vorne.
- Implikation: Dies deutet auf eine Meniskuspathologie hin, wenn sich die Druckempfindlichkeit während der Beugung und Streckung nicht wie erwartet bewegt, was dazu beiträgt, Meniskusverletzungen von anderen Knieerkrankungen zu unterscheiden.
Schritt 5: Dokumentation und Nachverfolgung
Schließlich werden die Steinman-Testergebnisse und alle zusätzlichen Ergebnisse der Knieuntersuchung in der Krankenakte des Patienten dokumentiert. Auf der Grundlage der Interpretation der Ergebnisse können weitere diagnostische Tests oder Interventionen empfohlen werden, um die Diagnose zu bestätigen und einen geeigneten Behandlungsplan zu entwickeln. Nachsorgetermine ermöglichen es, den Fortschritt zu überwachen und die Behandlung bei Bedarf anzupassen, um eine optimale Genesung und eine optimale Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.