Was ist Harnverhalt?
Harnverhalt ist ein Zustand, bei dem die Blase ihren Inhalt nicht vollständig entleeren kann. Es kann aufgrund verschiedener zugrunde liegender Ursachen auftreten, z. B. Nervenschäden, Prostatavergrößerung oder Nebenwirkungen von Medikamenten.
Es gibt zwei Hauptarten der Harnverhaltung: akute und chronische.
- Akute Harnverhaltung: Akute Harnverhaltung tritt plötzlich auf und erfordert sofortige ärztliche Hilfe. Es kann durch physische Obstruktionen der Harnwege verursacht werden, z. B. durch Nierensteine oder eine vergrößerte Prostata, die auf die Harnröhre drückt. Blasenmuskelschwäche oder Nervenschäden können ebenfalls zur akuten Harnverhaltung beitragen.
- Chronische Harnverhaltung: Chronische Harnverhaltung ist eine Langzeiterkrankung, bei der sich die Blase nicht bei jedem Wasserlassen vollständig entleert. Dies kann durch Grunderkrankungen wie Diabetes, Multiple Sklerose oder Rückenmarksverletzungen verursacht werden. In einigen Fällen gibt es möglicherweise keine erkennbare Ursache für eine chronische Harnverhaltung.
Die Behandlung der Harnverhaltung hängt von der zugrunde liegenden Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung ab. In akuten Fällen muss möglicherweise ein Katheter eingeführt werden, um den Urin aus der Blase abzulassen, bis die Obstruktion behoben ist. In chronischen Fällen kann die Behandlung eine medikamentöse Behandlung zur Entspannung der Blasenmuskulatur oder eine Operation zur Linderung physischer Hindernisse umfassen.
Harnverhalt im Vergleich zu Harnwegsinfektionen (UTI)
Harnverhalt und Harnwegsinfektionen (HWI) sind zwei häufige urologische Erkrankungen, die sowohl bei Männern als auch bei Frauen auftreten können. Obwohl sie bestimmte Symptome gemeinsam haben, sind diese beiden Erkrankungen unterschiedlich und erfordern unterschiedliche Behandlungsansätze.
Wie bereits erwähnt, tritt eine Harnverhaltung auf, wenn eine Person Schwierigkeiten hat, ihre Blase vollständig oder überhaupt zu entleeren. Dieser Zustand kann auf eine Vielzahl von Problemen zurückzuführen sein, z. B. auf eine Verstopfung der Harnwege oder auf Nervenschäden, die die Blasenfunktion beeinträchtigen.
Andererseits wird eine Harnwegsinfektion durch Bakterien verursacht, die in die Harnwege gelangen und sich vermehren, was zu einer Infektion führt. Die häufigste Ursache für Harnwegsinfektionen sind Bakterien aus dem Verdauungstrakt, die durch die Harnröhre in die Blase oder die Nieren gelangen.
Bei Harnverhalt kann es bei Personen zu einer unvollständigen Blasenentleerung kommen, was zu dem Gefühl einer überfüllten Blase führt. Zu den Symptomen können auch Beschwerden im Unterleib und Harndrang gehören, da die Blase Schwierigkeiten hat, richtig zu funktionieren. Ein Blasenscan kann ein nützliches Diagnoseinstrument sein, um das Volumen des Urins zu bestimmen, das nach einem Entleerungsversuch zurückgehalten wurde. So kann das medizinische Fachpersonal das Ausmaß der Harnretention ermitteln.
Umgekehrt leiden diejenigen, die an einer Harnwegsinfektion leiden, häufig unter Symptomen wie Brennen beim Wasserlassen und erhöhtem Harndrang sowie häufigem Wasserlassen in kleinen Mengen. Eine effektive Behandlung beider Erkrankungen kann eine Anpassung des Lebensstils beinhalten. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist von entscheidender Bedeutung, da sie im Falle einer Harnwegsinkontinenz helfen kann, während Beckenbodenübungen die Symptome einer Stressharninkontinenz oder Dranginkontinenz lindern können.










