Was sind „sollte“ -Aussagen?
„Sollten“ -Aussagen sind kognitive Behauptungen, die uns selbst oder anderen starre Erwartungen auferlegen und oft strenge und moralistische Standards in unsere Denkmuster einbetten. Diese Aussagen können gleichbedeutend sein mit Begriffen wie „Musterbation“, die vom Psychologen Albert Ellis geprägt wurden, „notwendiges Denken“, „Selbstbefehle“ oder „Unterlassungsverfügungen“. Die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) und die Rational Emotive Behavior Therapy (REBT) erkennen diese als kognitive Verzerrungen an.
Solche Aussagen enthalten typischerweise eine implizite Anforderung an die Realität, an sich selbst oder an andere, was darauf hindeutet, dass die Dinge genau sein „müssen“. Dies kann zu erheblichem emotionalem Stress führen, wenn die Erwartungen, die durch diese „Sollte“ -Aussagen gesetzt werden, nicht erfüllt werden.
Beispiele für „sollte“ -Aussagen
„Sollten“ -Aussagen können negative Gedanken sein, die unbewusst in das tägliche Denken übergehen und unrealistische und manchmal unerreichbare Erwartungen wecken. Viele Menschen haben sie gehabt — schauen Sie sich das einmal an:
- „Ich sollte immer erfolgreich sein.“
- „Die Leute sollten mich fair behandeln.“
- „Ich muss es gut machen, sonst bin ich ein Versager.“
- „Ich sollte mich bei der Arbeit niemals müde fühlen.“
- „Ich sollte mich nicht über Kleinigkeiten beschweren.“
- „Ich sollte abnehmen, weil ich immer noch fett aussehe.“
Diese Aussagen können negative Denkmuster verstärken, indem sie eine Kluft zwischen Realität und Erwartungen schaffen, was oft zu Enttäuschung, Frustration und sogar chronischer Unzufriedenheit führt.
Warum sind „sollte“ -Aussagen problematisch?
„Sollten“ -Aussagen sind problematisch, weil sie dazu neigen, zu verlangen, dass die Realität einem oft unerreichbaren Ideal entspricht. Dies kann zu einer erheblichen emotionalen Belastung führen, da das Fortbestehen dieser Gedanken zu Stress und emotionalen Störungen wie Angstzuständen oder Depressionen führen kann. Sie verstärken häufig Schuld- und Schamgefühle, wenn Personen oder Umstände die in diesen Aussagen festgelegten strengen Standards nicht erfüllen.
Einzelpersonen können emotionale Belastungen reduzieren und eine gesündere, anpassungsfähigere Denkweise fördern, indem sie „Sollten“ -Aussagen hinterfragen und in flexiblere und verzeihende Gedanken umformulieren. Diese Neubewertung ist von zentraler Bedeutung für die therapeutischen Prozesse bei CBT und REBT. Sie zielt darauf ab, diese kognitiven Verzerrungen in Gedanken umzuwandeln, die das Wohlbefinden und das persönliche Wachstum fördern.










