Was ist transmagnetische Stimulation?
Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) ist eine nichtinvasive Hirnstimulationstechnik, bei der mithilfe einer Magnetspule elektromagnetische Felder erzeugt werden, die Nervenzellen im Gehirn stimulieren. Sie wird hauptsächlich als Hirnstimulationstherapie zur Behandlung psychischer Störungen und neurologischer Erkrankungen eingesetzt, indem Impulse an bestimmte Gehirnregionen abgegeben werden. Diese Impulse modulieren die neuronale Aktivität und verstärken oder hemmen je nach Frequenz und Intensität der Stimulation entweder die Kommunikation zwischen den Neuronen.
Im Gegensatz zur Vagusnervstimulation (VNS) oder der Elektrokrampftherapie (ECT) erfordert TMS keine Operation, Narkose oder die Auslösung von Anfällen, was es für viele Patienten zu einer sichereren und verträglicheren Option macht. Die TMS-Therapie wird in der Regel ambulant durchgeführt, wobei die Sitzungen zwischen 30 und 60 Minuten dauern.
TMS erzeugt ein Magnetfeld, das in bestimmten Hirnarealen einen elektrischen Strom induziert und die neuronale Aktivität verändert. Hochfrequenzstimulation verbessert die neuronale Erregbarkeit, während niederfrequente Stimulation überaktive Schaltkreise unterdrücken kann. Zur Behandlung einer schweren depressiven Störung (MDD) und einer bipolaren Störung wird die Behandlungsspirale häufig über dem dorsolateralen präfrontalen Kortex (DLPFC) auf die Kopfhaut gelegt. Andere Gehirnregionen können jedoch für Erkrankungen wie Angstzustände, chronische Schmerzen und Bewegungsstörungen ins Visier genommen werden.







